Abwasserbehandlung
Industrieabwässer
Viele Industrieabwässer sind mit einer hohen Zahl unterschiedlicher organischer Substanzen belastet und verursachen über die daraus resultierende Sauerstoffzehrung eine massive Störung des biologischen Gleichgewichts im natürlichen Gewässer. Deshalb gelten für die Summenparameter Chemischer und Biologischer Sauerstoffverbrauch (BSB, CSB) sowohl bei der Abgabe in die Kanalisation als auch bei einer Direkteinleitung des Abwassers niedrige Grenzwerte.
Um Starkverschmutzergebühren einzusparen oder mit einer Mehrfachnutzung des Wassers den Trinkwasserverbrauch zu senken, stehen viele Unternehmen vor der Aufgabe, die anfallenden Prozessabwässer im eigenen Betrieb teilweise zu behandeln oder vollständig zu reinigen.
Biologische Technologien zur Abwasserreinigung
Die meisten organischen Verbindungen werden mit dem Wachstum natürlich vorkommender aerober Mikroorganismen vollständig in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt und können biotechnologisch mit verhältnismäßig wenig Aufwand aus dem Abwasser entfernt werden.
Im Widerspruch zu der geringen Sauerstofflöslichkeit von wenigen mg/l steht der sehr hohe Sauerstoffbedarf von Industrieabwässern, welcher oftmals im Bereich zwischen 1000 und 10000 mg/l liegt. Die mit modernen Verfahren erreichbaren hohen Biomassekonzentrationen müssen deshalb mit viel Aufwand gegen den Druck der Wassersäule belüftet werden. Anaerobe Verfahren arbeiten ohne Belüftung, erfordern jedoch einen hohen Aufwand für die Inbetriebnahme und die Gewährleistung eines stabilen Betriebes.
Broschüre: Trickle-Flow Technology (PDF, 880 KB)
Anwendungsbereiche
- Abwässer aus allen Bereichen der Industrie, der Entsorgungswirtschaft und der Kommune
- Reduzierung der organischen Fracht (CSB/BSB5), des Feststoffgehaltes (absetzbare Stoffe/ abfiltrierbare Stoffe) und der Stickstoffbelastung (NH4+/ N02-)
- Intensive Behandlung von sehr niedrig, sehr hoch und durchschnittlich konzentrierten Abwässern
- Behandlung vor Indirekteinleitung, Direkteinleitung oder Kreislaufführung
Einsatzgebiete
- Chemische- und Pharmazeutische Industrie
- Halbleiterindustrie
- Wäscherei- und Textilindustrie
- Energie- und Entsorgungswirtschaft
- Nahrungsmittel- und Feinkostindustrie
- Brauerei- und Getränkeindustrie
- Landwirtschaft
- kommunale Abwässer
- Tierkörperbeseitigung
Bioreaktor
Projektbearbeitung
- Aufnahme der Abwasserbilanz
- Analyse im eigenen Labor
- Abschätzung des Aufwandes
- Versuchsbetrieb vor Ort
- Verbindliches Angebot
- Lieferung der kompletten Anlage
Vorteile
- Sehr hohe Leistung und optimale Anpassung
- Niedrige Investitionskosten
- Geringer Betriebs- und Bedienaufwand
- Niedrige Betriebskosten
- Vorteilhafte Gestaltung, Fertigung aus Polyethylen
- Kein Korrosionsschutz notwendig
- Minimaler Wartungsaufwand
- Modulbauweise
- Geringer Platzbedarf
- Ausbau jederzeit problemlos möglich
- Neuester Stand der Technik
Bis heute arbeiten bereits 15 Anlagen nach dem Prinzip der Rieselstrom-Technologie im Praxisbetrieb in Deutschland, Tschechien, Schweiz, Griechenland und Aruba vor der Einleitung in die Kanalisation sowie vor der Direkteinleitung in das Gewässer.
Rieselstrom – Bioreaktor Technologie
Der Rieselstrom-Bioreaktor dient dem biologischen Abbau der organischen Belastung (CSB, BSB5) von Industrieabwässern.
Der Rieselstrom-Bioreaktor arbeitet mit einem kleinkörnigen, sehr leichten Trägermaterial, welches mit einer hochaktiven und an die jeweiligen Bedingungen adaptierten Mischpopulation umwächst. Im Gegensatz zum Stand der Technik befindet sich die Trägermaterialschüttung nicht innerhalb eines geschlossenen Wasserkörpers und kann mit wenig Aufwand vollständig belüftet werden. Dazu wird in Gegenrichtung zu dem von oben nach unten über die Schüttung rieselndem Abwasser durch einen einfachen Ventilator Umgebungsluft zugegeben.
Der Rieselstrom-Bioreaktor zeichnet sich durch sehr hohe und stabile biologische Aktivität aus.

Trägermaterial mit Bewuchs und Aufwuchsträger mit Bewuchs